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DoogiesWiki [australien:bluemountains]

Blue Mountains

Dienstag, der 16. Dezember 2003

Früher war für mich so die Entfernung Dachau - Wohnwagen so eine Art Kalibrierung. Diese 150 km waren so das Maximum was ich normalerweise an einem Tag fahren würde. Wenn ich zum Wohnwagen gefahren war, dann wäre ich niemals auf die Idee gekommen, noch am selben Tag zurückzufahren. Jetzt hier in Australien sidn 150 km gerade mal ein kurzer Nachmittagsausflug. Erstaunlich, wie sehr sich Dimensionen doch ändern können.

So einen Ausflug hatten wir heute vor. Eineinhalb Stunden Fahrt mit dem Auto auf dem Highway richtung Westen ins Landesinnere liegen die BlueMountains. Ich hatte schon von vielen Leuten und in vielen Reiseführern davon gehört, wie schön es dort sein soll. Natürlich war ich gespannt, wie die Berge hier im Vergleich zu den Alpen aussehen. Ich war schon auf vieles Vorbereitet, doch wie es dann tatsächlich kam, war dann doch überaschend. Die BlueMountains sind eigentlich eine riesen Canyon der sich mit senkrechten Kliffhängen steil in die Landschaft schneidet.

Wir hatten von Anfang an geplant zwei Tage zu bleiben. Sonst hätte sich die Fahrt wirklich nicht gelohnt. Wie schon so oft sind Rich und ich nicht allein gefahren, sondern haben noch ein paar Leute mitgenommen. Nick (USA), Veronika und Loretta (Schweden) haben wir über Barts Bekannte kennengelernt. Wie immer: Man lernt sich über fünf Ecken kennen. Sind immer super nette Leute. Man unternimmt was zusammen. Hat eine Lustige Zeit. Und sieht sich dann höchstwahrscheinlich nie wieder. Aber macht ja nix. Es ist immer schöner mit mehreren Leuten unterwegs zu sein.

Wie immer sind wir erst mal in die TouristInformation gefahren. Doch so touristisch wie hier wars wirklch selten. Auf einer riesigne Platform tummelten sich ca. millionen von Japanern wie die Ameisen und machten alle ihr berühmtes Foto von den "Three Sisters". Das ist eine Markante Felsformation. Drei Türme die vom Kliff senkrechtd nach oben in den Canyon hinein ragen.

3_sisters-sm.jpg

Grins, wozu mach ich eigentlich meine eigenen Fotos, wenns so schöne Fotos bei Google gibt.

Wir haben noch einen kleinen Walk direkt runter zu den Three Sisters gemacht. Schöne steile Treppen, aber natürlich kein Vergleich zu einem Klettersteig in den Alpen. Die Leute sind da teilweise mit Schlappen/Flip Flops/Thongs runtergegangen. Normalerweise gehen die Stufen noch weiter bis ganz zum Canyon Gruns hinunter. Doch dieser Weg war wegen Steinschlag leider gesperrt. Grrr hätte mich schon sehr sehr gereitz das trotzdem auszuprobieren. Wie ich oben schon geschrieben habe. Es ist alles eine Frage der Dimensionen: "Gesperrt weil Gefährlich" heist hier in Austrlien auf Deutsche Dimensionen übersetzt: "Gefährtlich weil man es evtl. nicht schaffen könnte, wenn man 200 kg wiegt, unsportlich ist und Flip Flops an hat" :-) Na gut, ok sorry, das war jetzt böse, aber ist doch so. Ich hab mich dann doch noch zurückgehalten.

Schon vor der Abfahrt hatte ich in Sydney einen Flyer entdeckt. Es gibt hier in den Blue Mountains einen Hop on & Hop off Bus, der hier alle Sehenswürdigkeiten anfährt. Für 25 A$ könnte man den ganzen Tag Sightseeing machen. Wir haben lange überlegt ob sich das lohnt. Doch eigentlich hatten wir ja selber ein Auto. Als wir von unsererm Spaziergang wieder zurückkamen, sahen wir wie dieser Bus gerade abfuhr. Also wir sofort ins Auto gehüpft und hinterher. Wozu zahlen? Grins. So kamen wir zur nächsten Attraktion:

Scenicworld

Das Scenicworld war wirklch ein kleines Disneyland. Leider war zur Zeit gerade alles eine große Baustelle. Ansonsten hätte es sogar eine kleine Achterbahn gegeben die über dem Kliffabhang ihre Bahnen zieht. Schade. Doch auch so gabs für uns was zu sehen. Für 12 A$ pro Person kauften wir uns das Rundticket. Hintunter in die Schlucht mit einem Trolly, wieder ein Dschungel Walk und hinauf mit einer Seilbahn. Doch bevor wir das alles antraten, haben wir uns erst mal was zu essen besorgt.


Fünf Leute unter einen Hut bringen

Ich muss mal wieder was zwischenrein werfen: Ich weis noch so genau wie oft ich früher mit ein paar Freunden aus meiner Clique unterwegs war. Natürlich kommt man bei Ausflügen oft in die Situation das man sich fragt: Ok, was machen wir jetzt als nächstes? /Wir organisiert man unter privaten Freunden?/ Früher in Deutschland lief das dann immer so, dass es einige wenige gab, die Vorschlänge machten, viele haben gar keine Meinung und irgendwie findet sich immer jemand, der auf jeden Vorschlag etwas negatives zu sagen hat. Es war immer eine große Diskussion und viel gerede.

Hier ist das so anders. In der gleichen Situation aber unter Backpackern, sagt erst einfach jeder, was er denn gerne für sich selbst am liebsten machen möchte und dann ergibt sich meistens recht einfach und schnell ein Kompromiss für alle. Oft wird auch einfach gesagt: Ich bin überall gerne mit dabei.


So haben wir also erst mal beschlossen uns etwas zu essen in der Stadt zu besorgen. Ich hatte diesmal sogar drangedacht mir in der Früh einen Snack zu machen. So gabs also einen leckeren Cappuccino mit einem guten selber gemachten Sandwich dazu.

Eigentlich wolten wir ja dann nur schnell wieder zurück zur Scenicworld fahren, doch blöderweise sprang unser Auto nicht an. Nein! Unser gute Lucky Banana. Bisher hatte sie uns noch nie im Stich gelassen. Zum Glück wars nur die Batterie. Ich hatte wohl vergessen, das Licht auszumachen. Wir haben sogar selbst Fremdstarterkabel. ("jumper leads" - fragt mal wie lange das gedauert hat das rauszufinden was das auf englisch heist :-)

Down with the trolley

Endlich wieder zurück sind wir mit einer Art Kable Car hinunter in die Schlucht gefahren. Wie ich dann doch erst ziemlich überascht mitten auf der Fahrt feststellte war das das steilste Cable Car in ganz Australien :-) Die Einstiegsstation war ja schon ziemlich steil. Doch nach den ersten paar Metern ging es (zu der Indianer Jones Musik) in einen Tunnel und wurde richtig steil. 52° Gefälle! War ein riesen Spass.

Unten gabs dann ein paar Dschungel Walks wieder auf den berühmten hochgestelzten Wegen. Totlangweilig. Gut war vielleicht noch interessant ab und zu was über die Fauna und Flora zu lesen, aber das wars dann auch schon. Wieder rauf gings dann mit einer riesigen Gondelseilbahn. Nur eine Gondel die locker 50 Leute fasste. Die Talstation hat mich soooooooo ans Skifahren erinnert!

http://www.scenicworld.com.au/_images/photos/boardwalk.jpg

Wentworth Falls

Und wir waren immer noch nicht fertig mit dem Sightseeing. Nein wir habens uns voll gegeben. Wir sind mit dem Auto noch weiter gefarhren. Ein paar Kilometer am Highway zurück waren die Wentworth Falls. Dort wars schon wesentlich schöner. Viel weniger los und nicht so touristisch. Naja, fast :-) Wie wir schon von Flyer aus der TouristInformation wussten gab es hier wieder einige schöne Walks und viele lookouts, also Aussichtspuntke. Der Parkplatz war fast schon ein "drive through lookout". Wie immer hier in Australien konnte man wirklch bis ans letzte Ende mit dem Auto (oder auch mit einem großen Bus) fahren. Der Parkplatz ist dann auch noch so gebaut, dass man nie Rückwärtsfahren müsste. Man kann auf der einen Seite reinfarhren, aus dem Fenster schauen und geradeaus wieder hinaus und weiter fahren. Schrecklich. Wir sind natürlich ausgestiegen und ein paar Meter gewandert. Schade dass es schon so spät war. Wir hatten vielleicht noch eine Stunde Tageslicht. Also konnten wir die große Runde nicht mehr machen - so gern ichs auch versucht hätte - sondern haben nur noch unser Bild von den Wasserfällen gemacht und sind dann wieder aufgebrochen.

Veronika und Mick sind dann mit dem Zug wieder zurück nach Sydney gefahren. Sie wollten von Anfang an nur einen Tag bleiben.

Das YHA in Katoomba

Die größte Stadt hier in den BlueMountains ist Katoomba. Hier haben wir uns eine Jugendherrberge gesucht. Der Weg zum YHA ist hier sogar immer ausgeschildert. Normalerweise sind YHA immer sehr große, sehr sauber, sehr teuer und sehr unpersönlich. Doch das YHA hier in Katoomba war wirklch sehr sehr schön und hatte mehrere reisige Aufenthaltsräume mit super gemütlichen Couches. Die Betten waren super gemütlich. Und schon wieder waren lauter Deutsche da. Wir haben auch ein paar Östereicher getroffen. Liegt wohl auch daran, dass Katoomba ja nicht so die große Stadt ist. Hier kann man abends nicht wirklich viel unternehmen. Aber für eine Jugendherrberge ist das immer ein großer Vorteil. Denn so ergibt es sich, dass ich abends einfach alle im Aufenthaltsraum treffen.

http://www.redsquare.com.au/yha_photos/katoomba_ballroom_jul03.jpg

Obwohl wir doch recht fertig waren von dem ganzen Sightseeing haben wir doch noch einen schönen Abend verbracht. Gleich gegenüber vom YHA gab es einen Coles. (Das ist was bei uns zu Hause ein Aldi wäre.) Perfekt um sich ein günstiges Abendessen einzukaufen. Ravioli aus der Dose und Erdbeeren als Nachtisch. Hihi, heute hatte ich zum ersten mal das Gefühl, dass mich manche Leute neidisch wegen meines Essens ansahen. Ich hatte alles schön auf einem Platz angerichtet und gedeckt. Obwohl es ja eigentlich so einfach zu machen war. Tja, es kommt nur auf die Präsentation an :-)

Abendliche Schachpartie

Rich und ich haben uns dann sogar noch aufgerafft und eine Party Schach gespielt. Draußen im Garten gab es so ein großes Schachbrett auf dem man rumlaufen kann. Die Figuren waren lauter Australische Tiere: Kängurus als Bauern, Emus als Springer usw. Grins, sicher eine lusige Idee, aber für ein wirklch anspruchsvolles Schachspiel absolut ungeeignet. In der ersten Party hat mich Rich ganz plötzlich und überaschend Matt gesetzt, weil ich so einen dummen Kakadu am anderen Ende des Feldes übersehen hatte. Grrr.:-( Dafür war die zweite Party, nachdem wir uns an die Figuren gewöhnt hatten um so besser. Endlich spielte Rich mal nicht so Räuberschach wie sonst immer. Rich war sogar lange in ziemlich großem Figurenvorteil. Doch ich habe mich wacker gehalten und habe ihn dann nach einem Spannenden Turmendspiel doch noch Matt setzen können.

Fernsehraum

In vielen Jugendherrbergen gibt es oft einen Fernsehraum und manchmal auch einen Videorekorder. Doch hier in Katoomba hatten sie einen riesigen Rückprojektionsfernseher und einen ganzen Schrank voll mit Kaufvideokasetten. Uhhh, da konnte ich natürlich nicht widerstehen. Auch wenns schon spät war. Ich musste mir noch einen Film anschauen. Wieder kurzer Zwischeneinwurf: 5 Freunde wollen sich einen Film anschauen. Wie lange braucht ihr das zu entscheiden? Mindestens ne halbe Stunde Diskussion, oder? Wie lange brauchen 20 Backpacker aus der ganzen Welt das zu entscheiden? Ich fragte einfach in die Runde: "Hat jemand was gegen 'Almoust Famous' ?" Jeder nickte nur zustimmend. "no worries". Gut, vielleicht lags auch daran, dass ich der einzigste war, der bereit war die 20 A$ Kaution auszulegen und jeder einfach nur froh war irgendeinen Film zu sehen. Almoust Famous ist übrigends ein absolut genialer spitzen Film!


Ich hatte Almoust Famous ja vor langer Zeit schon einmal gesehen. Ich weiß noch genau wie sehr er mir damals gefallen hat. Kate Hudson als Penny Lane :-) Nein, grins, natürlich nicht nur ihretwegegn, sondern auch wegen der tollen Story. Doch jetzt ist mir wieder klar geworden, wie sehr ich mich doch verändert habe. Ich habe den Film mit total anderen Augen gesehen. Seit ich selber so auf reisen bin, und weis was so ein "Roadtrip" ist, versteht man manchse Sachen doch ganz anders. Ist schon erstaunlich. Besonders bei den Amerikanern scheint es ganz normal zu sein oft zu reisen. Teilweise habe ich von Backpackern aus den Staaten gehört, dass sie fast jedes Jahr bis zu dreimal in Europa sind. Den Begriff "Roadtrip" kann man wirklch nicht erfassen, wenn man so was nicht schon mal selbst gemacht hat.

So viel ich aber auch neu dazugelernt habe. Es bleibt doch die Frage: Was habe ich vergessen? Ich hoffe ich kann mich an vieles wieder ersinnen, wenn ich nach Hause komme.


Wahnsinn?!! Hab ich das wirklich alles an einem Tag gemacht? Kann ich mir gar nicht vorstellen.

Abseiling & Canyoning

Mittwoch, der 17. Dezember 2003

Schon in Sydney hatte ich eininge Flyer entdeckt und so erfahren, dass man hier in den BlueMountains ganz tolle Abenteuer Touren machen kann. Wie immer: So bald auf einem Flyer "adventure" steht muss ich das sofort machen. Gestner haben wir hier dann noch einen Anbieter gefunden, der gleich noch mal um ein drittel günstiger war als der aus Sydney. Also haben wir natürlich bei der [Australian School of Mountaineering http://www.asmguides.com] direkt in Katoomba gebucht. (Tolle Homepage nebenbei bemerkt.)

Abseiling mit ASM

Vormittags war Abseiling angesagt. Ja, das heist hier wirklch überall so. Naja, mmmhh das klingt für mich irgendwie gneau so wie "Downhill" beim Mountainbiken. Das ist doch nur der halbe Spass. Das rauf fahren bzw. klettern ist doch das spannende. Was will ich nur mit dem Hinunter? Ich kann schon mal wieder nicht genug abenteuer kriegen. Und genau so hat es auch angefangen. Gut, natürlich war schon toll, dass sie erst mal eine gaaaanz langsame und einfache Einführung machen. Aber für mich wars nicht ganz so spannend erklärt zu bekommen, wie man einen Sitzgurt anzieht. Aber es waren ja auch noch andere Leute in der Gruppe. Insgesamt sieben die meisten Briten. Wieder supernette junge Leute, natürlich auch Backpacker und wir haben uns super verstanden und werden uns wohl nie wieder sehen …. aber das brauch ich ja schon nicht mehr zu erwähnen :-)

Der erste "Abseil" war … trommelwirbel … 2m !!! Ein kleiner Fels über der Straße. flenn … heul … naja gut ok, spielen wir mal mit. Ich stand oben, und geht schön brav meine Checkliste durch: Ist der Gurt Sicher? Ist der Karabiner zu? Helm auf? usw. Unten steht mein Partner und hält das untere Ende des Seiles fest. Das ist schon wirklch praktsich. Sollte einmal irgendetwas sein, dann braucht der nur leicht am Seilende nach unten zu ziehen und der Abseilende hängt sicher fest im Seil und rutscht nicht weiter runter. Ich also endlich fertig hab ich mich ganz normal wie ich es immer mache abgeseilt. In großen Sprüngen rückwärts die Wand runter. Nach zwei Sätzen war ich fast schon unten und hör den Instructor nur noch schreihen "Puuuuullll!" Ich sofort überall geschaut: Ist jeamand abgestürzt? Die anderen stehen doch noch oben? Grins! Dabei dachte er, ich wäre runtergefallen. Er war es nicht ganz so gewöhnt, dass sich Neulinge so schnell abseilen :-) Hihi.

/Ja ich weis schon, das klingt jetzt alles ganz schön aufgepluster und ziemlihc Macho mäßig. Aber keine Sorge, das wird jetzt gleich noch viel schlimmer! :-)/

Der zweite Abseil war schon besser. Zwar auch nur knapp zehn Meter hoch. Doch diesmal waren es die obersten Zehn meter der 200m Canyonkliffwand. Eine einmalige Aussicht von da oben!!! Wir hatten so ein super Glück mit dem Wetter heute. Gestern war es den ganzen Tag bedeckt und hat sogar teilweise geregnet. Doch heute war blauer Himmel, warum und Sonnenschein. Eins fällt mir die gnaze Zeit schon bei diesen Australischen Touren auf: So nett die Guides auch immer sind, irgendwie wird einem nie gesagt, was denn jetzt als nächstes folgt. Gut klar, die machen das natürlich jeden Tag. Für die ist das selbstverständlich. Doch manche Dinge liegen eigentlich so auf der Hand, da sollt es selbstverständlich sein, dass man die gesagt bekommt. Hier zum Beispiel: "Wie kommen wir nach dem Abseiling eigentlich wieder hoch?" Grins. War aber dann ganz einfach. Am unteren Ende des Seiles war ein Vorsprung im Kliff. Diesen konnten wir gerade so, tief geduckt entlang gehen und kamen so hintenrum in einem Felseinschnitt durch ein paar Latschen wieder hoch auf den Kliffabsatz.

Der dritte Abseil wurde dann schon richtig interessant. Diesmal gings volle 50m in die Tiefe. Wieder die obersten 50m der riesigen Wand. Doch davon nur die ersten fünf Meter entlang der Wand. Darunter kam dann ein so steiler Überhang, dass der Rest nur noch am frei hängenden Seil entlang ging. Natürlich drehts einen da schon. Man hat ja nichts mehr zum festhalten. Kommentar unseres Insturctors: "Keine Sorge, so braucht ihr euch nicht umzudrehen, um die großartige Aussicht zu genießen." Und was macht Doogie ums noch spannender zu machen? Hey, wir haben ja nur Sitzgurte an. Da lass ich mich doch einfach nach hinten über kippen und tu mich Kopf über abseilen. Sooooo geil!!! War ein riesen Spass.

Normalerweise wenn man sich beim Abseilen schneller hinablässt verbrennt man sich am Seil sofort die Finger. Doch da a wir gute Handschuhe bekommen hatten, konnte man das Seil so richtig schön durch die Finger schlupfen lassen. Einfach etwas fester zudrücken und man wurde langsamer, etwas nachlassen und ab gings. Ich hab das Seil eigentlich fast gar nicht angefasst. :-) Blöderweise wurde dabei natürlich der Abseil-Karabiner (der Achter) sauheiß. Und der Doogiemacho war natürlich so schlau sein T-Shirt auszuziehen um seinen Teint zu perfektionieren. Tja jetzt hab ich ne schöne Brandwunde von diesem blöden Achter auf der Brust. Das wird ne tolle Narbe. Ist aber nicht so schlimm. Nur ganz oberflächlich ein bisschen.

Leckeres Mittagessen

Einer der größten Vorteile von Tagestouren: Da ist das Mittagessen immer mit dabei. Das heist: Kein Einkaufen und kein Abwaschen. Juhuu! Allein das ist mir schon imme die Hälfte des Preises Wert. Wobei 120 A$ für den ganzen Tag ohnehin superbillig ist. So viel kostet in Östereich das Canyoning alleine. Es gab Sandwiches zum selber bellegen. Mit Tomatenbrotaufstrich, Schinken, Käse, Paprika, Tomaten, Avokado und auch noch ein paar Kekse. Eigentlich supereinfach. Wie ein kleines Picknik. Aber gerade bei so einem heißen Tag der ideale Snack. Und gesund ist es auch noch.

Canyoning

Von unserem Picknick Platz aus ging es dann wieder ein paar steile aber sehr gut gesicherte Stufen hinunter in den Canyon. Auf halber Höhe kamen wir an einer Aussichtsplatzform vorbei von der aus man sehr gut unsere Schlucht sehen konnte. Kaum 2-3m breit hatte sich ein kleiner Fluß tief in den weichen Sandstein gegraben. Ich bin immer wieder total verzweifelt, weil hier in der Natur mein Orientierungssinn total aussetzt. Normalerweise in der Stadt weiß ich zumindest immer die Himmelsrichtungen. Man würde sich doch auch denken: Man muss doch oben in ein Canyion hinein und dann kommt man irgendwo unten wieder heraus. Wer holt uns dann da ab. Aber irgendwie war hier alles so nah beisammen, dass wir alles locker zu Fuß machen konnten. Obwohl das Gelände (immer mit diesem einen steilen Cliff) eigentlich total unwegsam war. Aber irgendwie gabs dann doch immer einen weg hinab bzw. wieder hinauf. An einer Stelle konnten wir von einer Brücke hinunter in unsere Schlucht schauen. Wirklch ein Bilderbuch Canyion. Nicht so V-förmig wie ein Tal, sondenr wirklch zwei sich eng gegenüberstehende senkrechte Wände. Ganz unten war nur sehr wenig Wasser im Fluss.

Endlich unten angekommen haben wir uns dann erst mal umgezogen. Wetsuits, also Taucheranzüge mein ich natürlich, darüber den Klettergurt. Die Kleidung kam in einen Wasserdichten Rucksack. Wir sahen supercool aus. Fast wie ein Navy Seals Team. Fehlte gerade noch, dass wir uns mit Nachtsichtgeräten aus einem Hubschrauber abseilen und wir hätten in Hollywood auftreten können. Grins.

Gleich nach den ersten paar Metern spaziergang durch die Schlucht kam schon der erste Jump. Nicht sehr hoch. Nur gerade mal 2m in einen tiefen Wasserpool. Das dummer war nur, dass der nicht allzugroß war. Und wirklich tief war auch nur der runde meter in der Mitte. Da sollte man schon auftreffen :-) Also Rucksack runtergeworfen und mit einem lauten Jauchzer hinterhergehüpft. Sofort anschließend machte die Schlucht einen scharfen rechts knick. Hier floß das Wasser in zwei kleinen Stufen bis in den nächsten Pool. Das kleine Wasserloch zwischen diesen beiden Stufen war gerade mal 80cm im Durchmesser. Kann ja nicht so tief sein. Also hab ich mich langsam und vorsichtig auf dem Hintern sitzend über die erste Stufe gleiten lassen. Und platsch und schon war ich bis über beide Ohren (incl. Helm :-) in dem Mini Loch verschwunden. Das scheiß Teil war echt über 2m tief. Und natürlich ist das Gleiche dann jedem Abenteurer hinter mir ebenso passiert. War ein riesen Spass. Kommentar unseres Guides: "Nun seid ihr offiziell als Canyoneerers getauft!"

Der Mittelteil der Schlucht war dann wieder ziemlich einfach. Über sandige Buchten gings gemütlich dem Strom entlang. Eine Interessante Stelle kam noch an der sich ein großer Runder Stein in der Schlucht verklemmt hatte. Das Wasser kam von obne auf den Stein und Floß mehr oder minder überall drumerhum. Wir also oben drüber. doch auf der anderen Seite gings doch recht tief runter und keine Möglichkeit zu springen. Also hat sich unser Guide mitten auf den Stein gesetzt und uns hinabgelassen. Den ersten Schritt dachte ich noch: So ein Schmarrn, wozu hier eine Sicherung. Hier kann man sich doch überall festhalten und einspreizen. War übrigends erstaunlich. Trotz des nassen und bemoßten Felsens hielten meine ausgeliehenen Schuhe wirklch einmalig. Ich bin fast nie ausgerutscht, was ich eigentlich erwartet hatte. Nach dem zweiten Schritt tiefer dachte ich mir dann doch: Mmhh, also wenn ich jetzt so abrusche is blöd. Da könnt ich mir schon den Fuß einklemmen, wenns ganz dumm läuft. Also andersrüber versucht und ächts und krächts und zapflatsch schon hing ich halb im Wasser halb im Seil. Ok ich gebs ja zu, die Sicherung war hier echt gut. So was jetzt? Ah ja, wie wirs gelernt haben. Seil durchziehen und lockern, Achter umdrehen und wieder einhängen!!! Sondt 'is a weg' und dann das Seil aushängen. Klingt recht einfach nur in dem Engen Loch da unten, Wasser plätschert von oben auf einen hinunter da ist das dann doch …. SPASS !!!!

Nachdem dann jeder unten war hab ich mich echt noch mal umgedreht und geschaut. Und wie macht das jetzt unser Guide? Ein genialer Trick. er hat dich einfach mit den Händen rechts und mit den Füßen links an der Wand eingespreizt und ist sozusagen quer über die Stelle hinweg gekommen. Aus eigener Kraft ohne Sicherung. Schlau.

THE WATERFALL

Ist schon eine interessante Felsformation hier. Wieder ein paar Meter weiter sah ich wie das Wasser wieder eine Stufe hinunterviel. Die enge schlucht erlaubte ja nie sehr weit voraus zu schauen. Doch hier sah ich fast gleich hinter der oberen Kante der Stufe von oben auf einen Baumwipfel eines 'Figtrees' hinab. Ähhmm, halt stop mal, hatte ich nicht gelernt dass dies Urwaldbäume normalerweise 20-30m hoch sind. Wie kann ich jetzt plötzlich von oben auf den herab sehen. Tja, war die Stufe wohl doch keine kleine Stufe sondern ein 30m Wasserfall. Spätestens als ich links und rechts in der Wand die 20mm Stahl Karabiner erspähte wurde mir klar. Oh oh, jetzt gehts ans eingemachte! Und schon schrie unser Guide von hinter mir. "Halt Stop! Nicht weiter!" Hat ne ganze Zeit lang gedauert bis sie alle sicherungen aufgebaut hatten. Aber unser beiden Instructors haben das wirklch gut gemacht. War alles doppelt gesichert, wie es sich für solche Stellen und beim Klettern überhaupt gehört. Nur an einem Seil hängend, Rückwärst einen Wasserfall abseilen. Von oben plätschert einem das Wasser ins Gesicht. Man Konzentriert sich nur darauf die Füße schön flach und schulterbreit gegen die Wand zu stemmen. Und wenn man sich dann auch noch gut zurücklehnt hat man eigentlich ein ganz gutes Gleichgewicht und rutscht kaum aus. Ich hätte alles getan, um noch mal hochklettern zu können und wär da sicher noch hundertmal abgeseilt. Doch leider gab es keinen kurzen Weg wieder rauf. Zumindest nicht bis ganz oben. Aber für die die ersten drei Meter sind wir schon noch hoch gekommen. Und dann natürlich wieder runter in den Pool am Fuße des Wasserfalls gesprungen. Doogie natürlich mit Salto. :-)

Die müden Abenteurer

Puh, der Aufstieg die Treppen wieder rauf hoch zum Parklplatz war schon ganz schön anstrengend. Auf der Rückfahrt hat kaum jemand ein Wort gesagt. Wir waren alle total müden und fertig. Kein Wunder nach so einem tollen Tag. Wir haben noch alles Leihequipment im ASM Shop wieder aufgeräumt. Ich hab mich noch informiert, wann es denn die nächste "Advanced expert adventure Tour" gäbe. Am 24ten gäbe es einen Rock Climbing Tagestrip. Hä? Haben die da überhaupt offen. Ach so ja. der 24.12. ist ja hier fast ganz normaler Tag. Hier ist gibts ja die Geschenke erst am 25ten. Mmmhh mal überlegen, weis ich noch nicht ob ich da Zeit haben werden. Mal sehen.

Wieder zurück im Backpacker wollten wir eigentlich gleich losfahren. Doch wir waren alle sooo müde. Und im Fernsehraum lief gerade Indianer Jones. :-) Also haben wir uns doch erst noch ne Stunde ausgeruht. Wir hatten ja locker noch genügned Zeit. Von der Fahrt zurück hab ich nicht viel mitbekommen. Hab die ganze Strecke gepennt. Jetzt sind wir wieder hier zurück in Glebe in unserer WG. Ich sitz hier am Laptop und bin sooo froh und stolz, dass ich diesen supertollen Ausflug hier und in meinem Tagebuch festgehalten habe!

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australien/bluemountains.txt · Zuletzt geändert: 19.10.2008 17:41 (Externe Bearbeitung)
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