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DoogiesWiki [australien:fraserisland]

Auf Phils Homepage gibts einen netten Reisebericht was einem auf Fraser alles so passieren kann. Grins.

Fraser Island

Dienstag, der 18. November 2003

Neben den Whitsundays ist die Fraser Island Tour der Höhepunkt den jeder Backpacker hier an der Ostküste macht. Es gibt sehr gute Reiseanbieter, die ganze Pakete anbieten. Fraser+Whitsundays+Übernachtung und meistens noch ein paar Kleinigkeiten wie ein Free T-Shirt dazu. Sind wirklich preislich immer sehr interessante Angebute. Aber wie schon gesagt, wir haben uns entschieden, das alles auf eigene Faust zu organisieren.

So fanden wir einen Flyer: 150 A$ für die drei Tage Fraser und zwei Übernachtungen (davor und danach) im Hostel gleich mit dazu. Wunderbar, da fahren wir hin. Das Eigentliche Gateway für Fraser ist ja Airlie Beach. Doch da wir da ja schon waren haben wirs von Rainbow Beach gemacht. Rainbow ist ungefähr vergleichbar mit Town of 1770. Es gibt genau eine Tankstelle, einen kleinen Supermarkt, einen Bottelshop und genau eine Bar. Aber mehr auch nicht. Grins war echt immer lustig. Jeder sagte einfach immer: 'Wo treffen wir uns? - Ok, in 20 min in der Bar.' Und es war sofort klar, welche Bar gemeint war. Gab ja schließlich nur eine :-)

Nachdem wir in Rainbow angekommen waren gabs leider erst mal eine ganze Reihe von Entäuschungen. Das Hostel war ausgebucht. Obwohl wir reserviert hatten. Ok, lies sich noch regeln: Wir wurden einfach im nächste Hostel gleich gegenüber untergebracht, welchers viel sauberer war wie sie dann herausstellte. Nächste überaschung. Nein wir können nicht gleich am nächsten Tag auf die Insel, weil wir erst einen Tag vorher um 15 Uhr eine obligatorische Besprechung mitmachen müssen. Grrr, hätten die uns das nicht vorher am Telefonsagen können. Das hies dann also einen Tag hier warten. Gut, war auch nicht so schlimm. Man wartet ja nicht gerade am langweiligsten Ort der Erde. Kilometerlange Strände, riesige Sanddünen und Sand in allen Farben von weiß über alle brauntöne bis zu fast schwarz (daher der Name Rainbow Beach). Doch es ging noch weiter: Plötlich hieß es wir sollten noch 20 A$ Versicherung für den Jeep auf Fraser bezahlen. Halloo! Ich dachte das "Paket" wäre all inclusive. Von wegen! Das gleiche Spielchen kam dann während der Besprechung noch mal mit Essen und Benzin. Ich war stinkesauer! Es war ja dann letztendlich insgesamt gar nicht mal so teuer. Nur hätte ich halt gern den Endpreis von Anfang gesagt bekommen. Ich finde das eine Frechheit, wenn einem ständig so nebenbei noch erzählt wird: Ach ja und das müsst ihr auch noch bezahlen.

Ein freier Tag in Rainbow Beach

Während unseres freien Tages sind wir zur "Sandblow" gefahren. Das ist eine riesige Sanddüne geformt wie ein Bergsattel, die sich vom Strand ins Land zieht. Da es (wie fast immer hier an der Küste) sehr windig ist ist die Gegend geradezu ideal für Paraglider und Hänglider. Hier gibt es sehr gute Termiken. Gerade als wir ankamen startete gerade ein Hanglider. Ist natürlich fast schon überflüssig zu erwähnen, dass man im Hostel überschwemmt wird mit Flyern á la "Hang gliding, cheapest in town, marvelous view of the beach!" und ähnlichem."

Um drei Nachmittags gabs dann wie gesagt die Besprechung. War nix besonderes, nur eine kleine Enführung in die technik eines vierrad angetriebenen Jeeps. Wichtiger war dann schon die Einteilung in Gruppen. Denn ich denke mir von der Gruppe hängt es ja wohl am meisten ab wie der Trip wird. Für die nächsten drei Tage werden wir ja ausschließlich mit diesen Leuten zusammen sein. Generell waren wieder sehr viele Deutsche im Hostel. Am Ende waren wir sieben Deutsche und drei Waliserinnen bei uns in der Gruppe. Teilweise kannten wir die Leute schon von heute Nachmittag. War ok.

Nach der Besprechung gabs noch ein paar Kleinigkeiten zu organisieren. Unter anderem. Alohol einkaufen. Wie viel Alk braucht man für elf Leute für drei Tage (zwei Nächte/Abende)? Mmmh, schwierig. Mich fasziniert das unglaublich: Was passiert wenn elf Leute untereinander versuchen so etwas zu organisieren. Wer diskutiert wie, wer bringt welche Argumente. Wer hört nur zu und bleibt eher im Hintergrund usw. Ich weiß gar nicht wie das offiziell heist. Ist wohl ein Teilbereich der Psychologie. Ich nenne es einfach immer GruppenDynamik. Wenn ich mal Zeit finde schreib ich da mal nen ganzen Aufsatz drüber.

Fraser Island - erster Tag

In der Früh um 7.30 Uhr gabs erst mal Frühstück im Hostel. Hey und welch Überaschung, es gab sogar pancakes for free. Na wenigstens. Bekomme ich also doch noch was für mein Geld.

Anschließend standen wir alle im Hof vor unseren Autos. Mitsubishi 4WD Trucks, 2.7 Tonnen Leergewicht, 300 PS, 95 cm hohe Reifen, Fünfganggetriebe und noch einen zweiten Schalthebel um auf eine spezielle "low range gearbox" umschalten zu können. Yeah!!! Da sag ich nur noch BRUUUUUMM! Selbstverständlich war ich der erste der sich sofor den Platz hinterm Steuer reserviert hat! Wir hatten mehrere Fahrt in der Gruppe und jeder kam mal dran. Und sogar das Radio mit Kasettendeck funktionierte. Also gleich mal die Kasetten aus dem Auto geholt und Stimmung gemacht.

Leider mussten wir dann noch ziemlich lange warten, bis wir endlich los durften. Bis jeder (elf Leute mal fünf Gruppen) seinen Schlafsack auf dem Dach verstaut hatte und das Essen gepackt war, das dauerte ewig. Eine Gruppe (natürlich Engländer oder 'pommis' wie sie von den Australier abewerten genannt werden) hatte fünf Kästen zu je 30 Dosen Bier eingekauft. Wow! Zum Glück war ich nicht in der Gruppe.

Immer mehr stellte sich heraus, das ich sogar in der besten aller Gruppen war. Wirklich jeder Pakte mit an. Wir haben super zusammengearbeitet. Jeder machte sinnvolle Vorschläge, wir fanden immer schnell zu einem Kompromiss und so konnte jeder seinen Spass haben und die Zeit genießen. Noch mehr so gar. Fast jeder von uns war zu hause ein Student oder gerade fertig mit dem Studium. Es waren wirklich Leute mit denen man gut reden konnte. Ich freute mich schon auf die Abende am Lagerfeuer.

four wheel drive (4WD) Fahren auf Sand

Nach einer kurzen Fahrt kamen wir dann zum ersten mal von der befestigten Straße runter in den weichen Sand. Wie befohlen hatten wir natürlich vorher schon den 4WD eingeschaltet und …… sind sofort gleich erst mal steckengeblieben. Grrrr, das war doch gar nicht so einfach wie ich mir das erst dachte :-) Aber wieder hielt die Gruppe sehr gut zusammen. Schnell war jeder ausgestiegen und mit einem gemeinsamen hau ruck waren wir schon wieder on tour. Wurde recht schnell klar, wie man fahren muss: Natürlich nicht plötzlich Vollgas geben, sondern sanft anfahren, aber wenn man dann Schwung hat auch zügig über den Sand fahren. So kommt man gut durch. Ja, ist schon ähnlich wie auf Schnee, so muss man z.B. im zweiten Gang anfahren, aber auch wieder anders besonder was das lenken anbetrifft. Auf Sand fahren fühlt sich viel schwammiger an. Man kann nicht sagen: Ok, jetzt fahr ich nach links. Sondern man schlägt nach links ein und erst ein paar Meter später fängt das Auto dann langsam an nach links zu driften. Ist ein total lustiges Gefühl am Steuer.

Die Überfahrt mit der Föhre war nur fünf Minuten. Die Südspitze von Fraser ist sehr nah am Festland. Nach einem kurzen Stück Inland Track kamen wir zur ersten 'Sehenswürdigkeit'. Im Landesinneren von Fraser gibt es einige Süßwassersehen. Als ich durch die Büsche kam und das Ufer zum ersten Mal sah, war ich ganz schön Baff: Absolut weißer Sand, türkiesblaues Wasser und das gesamte Ufer grün eingewachsen von Urwald. Und weit und breit keine Menschenseele. War echt nicht schlecht. Jemand hatte die geniale Idee daran zu denken einen Ball mitzunehmen. War hatten einen riesen Spass im Wasser. Ich glaube hätte uns jemand gesehen, der hätte uns allesamt sofort in die Klapse gehauen. Alle aus der Gruppe sind schon länger als Backpacker unterwegs. Einige waren schon in Thailand, Kambotscha und ähnlich obskuren Regionen bevor sie hier nach Australien kamen. So lange Zeit als Backpacker zu leben hinterlässt spuren. Man wird absolut lazy, relaxed und verschilled (Und man kann kein deutsch mehr - zefix ich brech mir hier grad die Finger und hab voll den Knoten im Hirn. Argl… Nein ich werd weiter auf deutsch scheiben sonst verlern ichs noch ganz.) Wir tollten am Strand herum wie achtjährige Kinder. Einige spielten Ball, andere turnten im Sand. Hätte gerade noch gefehlt, das wir anfingen eine Sandburg zu bauen. Hihi aber das kommt auch noch.

Routenplanung

Wir hatten zwar eine vorgegeben Route die wir fahren konnten, aber natürlich mussten wir uns daran nicht zwingend halten. Der größte See hier auf Fraser ist Lake Mc Kancy. Doch wir entschieden recht schnell gemeinsam als Gruppe, das wir da nicht campen wollen. Der Campingplatz dort ist bekannt als party place. Da hätten wir sicher die ganzen Pommis getroffen :-) Nein, wir wollten raus in die Natur. So steuerten wir einen kleinen See, den Basin Lake, etwas weiter südlich an.

Unfall Befreiungs Aktion

Nachdem wir schon eine ganze weile auf dem Inland Track entlang gefahren waren, stand vor uns plötzlich ein anderer Jeep auf dem Track. Stau? Hier auf der Insel? Das kann doch nicht sein. Wir hatten seit über eine Stunde keine Menschenseele mehr getroffen. Natürlich gab es absolut keine Chance zu überholen. Seitlich des Weges gab es nur dichten Urwald. Also, was war los? Supergau: Weiter vorne war ein Unfall passiert. Gut, es gab keine verletzten, aber ein Jeep stand quer über der Straße mit gebrochener Lenkstange. Es war schon schwierig genug auf diesen Wegen überhaupt vorwärts zu kommen. Wir sind auch so immer mal wieder im tiefen Sand stecken geblieben. Aber ein Auto aus dem Sand zu befreien? Keine Chance. Also was jetzt? Umdrehen? Aber es gäbe auch keinen Umweg. Wir hätten fast bis zu unserme Ausgangspunkt wieder zurückfahren müssen. Die Gruppe in dem wartenden Jeep vor uns hatte schon aufgegeben. Sie wollten längst umdrehen. Doch nicht wir mit unserer Super Gruppe!!! Wir wollten nicht so schnell aufgeben. Wenn wir schon eine Stunde zurückfahren müssten, dann könnten wir genauso gut zumindest für eine halbe Stunde lang versuchen ob sich das irgend etwas machen lässt. Der Unfall Jeep war wirklch böse eingeklemmt. Der Weg war an dieser Stelle sehr tief, wie eine Art Hohlweg, also rechs und links hohe Sandwände. Und da klemmte der Jeep quer drinnen. Ich hätte Millionen verwettet, dass wir den dan nie rauskriegen würden. Wieder ein El Dorado für Robert den Gruppendynamik Phillosophen. Über zwanzig Leute stehen um ein halb kaputtes Auto herum und diskutieren heiß, was den wohl der beste Weg wäre, das scheiß Ding aus dem Weg zu bekommen. 'Kommt, Leute, wir packen alle mit an und Rollen den Jeep einfach seitlich in den Urwald.' 'Nein, wir müssen ihn zurückschleppen.' 'Nein, vorwärts!' Ein Mädchen die zusammen mit ihrem Freund unterwegs war war schon kurz vorm Nervenzusammenbruch. Typisch Frauen! Erstaunlicherweise waren dei beiden die den Unfall überhaupt gebaut haben ziemlich ruhig. Sie waren nicht mit so einer Company unterwegs wie wir sondern es war wohl irgendwie der Jeep von einem Freund.

Nach langem hin und her wurde sich dann doch darauf geeinigt den Jeep mit einem Seil erst mal gerade auf die Fahrbahn zu ziehen. Da er zum Glück eine Anhängerkupplung hatte konnte man ihn wenigstens gut greifen. Natürlich haben wir dann erst mal möglichst viel Sand zur Seite geschafft. Wieder: Ich wusst zwar, dass man ein Auto mit einem passenden Seil sicherlich über Teer senkrecht zur Fahrtrichtung ziehen hätte können. Aber einen verklemmpten Jeep durch Sand? Niemals, das würde das Seil niemals aushalten. Zum Glück habe ich nicht um Geld gewettet. Es hat tatsächlich funktioniert. Der Trick bestand einfach darin, dass seil möglichst nicht plötzlich zu belasten sondern ganz sanft und gleichmäßig zurückzusetzten. Dominik unser Fahrer meisterte das einmalig!

So, jetzt stand der Jeep zwar wieder gerade in der Fahrbahn, doch immer noch gab es kein vorbeikommen. Fünf Meter weiter vorne war eine Ausbuchtung und ca. zwanzig Meter weiter hinten die nächste. Also welche Richtung? Inziwschen waren auch Autos von vorne angekommen die in der anderne Richtung wollten. Wir konnten also in beide richtungen ziehen. Nach vorne wars kürzer. Und in diese Richtung gings auch leicht Bergab. Also wurde das zuerst ausprobiert. Inzwischen standen mindenstens dreißig Leute um die Sensationsstelle herum. Doch immer noch wurde wirklich konstruktiv diskutiert. Das Problem war nur die gebrochen Lenkachse des kaputten Jeeps. Die Vorderräder standen V förmig nach außen. So gruben sie sich beim vorwärtsziehen nur immer tiefer in den weichen Sand bis dann das Seil riss. Also doch rückwärts. Der Unfallwagen konnte sich sogar noch mit eigener Kraft (und mit einem schleifenden Vorderrad) rückwärts bewegen. Gerade weit genug bis zur Ausweichstelle wo wir dann endlich alle herum fahren konnten.

Die ganze Aktion hat uns gut und gerne eineinhalb Stunden gekostet. Aber war echtd ein cooles Erlebnis, was man doch mit genügend Leuten bewegen kann, wenn man nur wirklch will!

die erste Nacht am Lake Basin

Man konnte nicht mal direkt bis an den See fahren. Sondern wir mussten an der Central Station parken und von dort aus noch weiter zu Fuß gehen. Die Central Station ist einfach ein Ranger Camp mitten im Urwald - zentral in der Mitte der Insel. Wir hatten natürlich im Auto eine Karte von Fraser, doch die war in ziemlich groben Maßstab. Wir wussten schon dass wir von Parkplatz noch ein Stückchen bis zum Seeufer laufen mussten. Doch wie weit der Millimeter auf der Karte in Wirklichkeit ist, war lange nicht klar. Und dazu kam noch, dass uns die Zeit etwas davon lief. Hier wird es ja ab spätestens sieben Uhr dunkel. Und wir hatten ja durch die Unfall aktion so viel Zeit verloren. Doch alles kein Problem für unsere Gruppe. Wir hatten das schnell organisiert. Dominik und ich sind schon mal zusammen mit den Zelten vorgegangen und die anderen sollten dann mit dem restlichen Zeugs nachkommen. Wie sich herausstellt war der Weg vom Central Station bis zum Lake Basin doch etwas länger. 30 Minuten mitten durch den Urwald und das in der Abenddämmerung. Es wurde immer und immer dunkler. Am Ende war ich dann echt froh, dass ich nicht allein war. Doch es sollte sich gelohnt haben. Lake Basin war einfach wunderbar. Wieder mit superschönem feinstem Sandstrand. Viel kleiner als der See vorher und super romatnisch gemütlich verträumt, wie das glasklare Wasser still mitten im Urwald lag. Dominik und ich hatten die beiden sechs Mann Zelte in Rekordzeit aufgestellt. Dann hieß es warten. Kamen die anderen noch, oder würden sie auf halben Weg aufgeben. Ich war sehr erleichtert, als ich endlich Stimmen hörte. Sie haben sich tatsächlich mit Taschenlampen durch den Urwald geschlagen. Einige haben dabei wirklch übermenschliches geleistet. Martin hat unseren 20 Liter Wasserkanister und dazu noch den stove geschleppt. 30 min über Stock und Stein bei Nacht durch den Urwald. /Ach ja uns 'stove' heist auf deutsch ….. ähm … öhm … argl … ich benutze das Wort seit Monaten und könnts jetzt nicht mal übersetzten. Ah ja, danke Heike! Stove heist Camping-gas-kocher./

Nach einem kühlen erfrischenden Bad im See haben wir erst mal gekocht. Zum Glück hatte die Company schon Zutaten für uns gekauft. So ungeschreiblich gut die Zusammenarbeit in unserer Gruppe auch war, aber mit elf Leuten durch den Supermarkt rennen und für drei Tage einkaufen, ich denke das ist wirklch unmöglich. Wir hatten sogar einen vorgefertigten Menüplan dabei. Das hat Heike übernommen. Sie war immer ziemlich streng mit der Rationierung. So durften wir z.B. die leckeren Keckse nicht essen, weil die erst für morgen gedacht waren. Heute abend gabs Steack mit Kartoffelsalat. Hat mich echt mal wieder fasziniert mit welch einfachen Mitteln mann doch ein ziemlich leckeres Abendessen zaubern kann.

War natürlich klar, dass ich mich heute abend nicht ins Zelt legen würde. Am Strandufer unter sternklarem Himmel, das wollte ich mir nicht entgehen lassen. /Heike fragt gerade was ein 'Strandufer' ist. Na ist doch klar. Eben keine Küste sonder ein See Ufer mit Sand. Grins./ Im Nachhinein muss ich sagen, dass es vielleicht doch keine so gute Idee war ganz im freien zu schlafen. Nein, kalt war es nicht. Mein Schlafsack hat locker ausgereicht. Doch die Fliegen waren schon ziemlich nervig. Ich bin zwar sehr froh, dass ich auch hier in Australien nicht sehr empfindlich bin gegen diese scheiß Viecher. Selbst wenn mich eine mal sticht, dann juckts vielleicht grad mal im ersten Moment und geht dann schnell wieder weg. Doch trotzdem nervts, wenn dauernd was um einen rumfleucht, wenn man eigentlich pennen will. Dazu kam noch, dass es ja um halb sechs längst schon wieder hell war. Ist schon krass. Zu Hause war ich immer so der Morgenmuffel. Ganz besonders nach langen Party abenden. Doch hier gewöhn ich mich echt langsam daran jeden acht nur ca. fünf Stunden wirklch zu schlafen.

In der Morgendämmerung haben wir dann sogar noch einen Varan gesehen. Wieder hatte ich mir im ersten Moment noch voll Sorgen gemacht: 'Oh Gott, wie sollen wir das ganze Zeugs blos wieder zurück zum Auto schleppen?' Doch nachdem jeder einfach ein Stück gepackt hatte und los zog, wars dann letztendlich doch keine Problem. Ist schon erstaunlich, wie viel man mit elf Leuten schleppen kann. War echt spitze: Jeder hat natürlich seinen eigenen Rucksack getrangen und aber dazu noch mindestens ein "allgemeines" Teil, d.h. also z.B. die Gasflasche den Eski usw. /Ohhhh nein fuck. Danke Heike. Ich hätte jetzt nicht mal gemerkt, dass ich Eski anstatt Kühlbox geschrieben hatte. LOL!/ Hihi, wobei die Kühlbox zu schleppen ja jetzt recht einfach war. Dank eines wunderbaren Bierdosenschwundes war die natürlich jetzt viel leichter als gestern noch.

Fraser Island - zweiter Tag

Mittwoch, der 19. November 2003

Heute gings dann endlich los mit am Strand flitzen. Mit 80 Sachen auf dem Nassen Stück Sand zwischen Meerwasser und tiefen trockenen Sand auf der oberen Uferseite entlangflitzen. Und das mit einem 300 PS Jeep. Das macht Spass :-)

Wrack

Entlang der Küste war es ziemlich dunstig. Plötzlich tauchte vor uns am Horizont direkt am Strand ein schwarzes Gebilde auf. Die 'Moheno' ist ein ca. 120m langes Schiff, welches vor ca. 80 Jahren hier gestrandet war. Heute ist nur noch ein rostiges teilweise schon eingestürztes Gerüst übrig. Doch gerade das macht die Stelle so geisterhaft. Das halbe Schiff ist unter dem Sand, so dass nur noch der obere Teil des Rumpes aus den Wellen ragt. Ich habe ein paar tolle Fotos gemacht.

Nicht weit von dem Wrack haben wir uns direkt am Strand eine schöne Stelle zum campen ausgesucht. Diesmal sollten wir uns nicht von der Dunkelheit überaschen lassen. Noch bei gutem Licht war alles fertig aufgebaut und wir hatten locker genug Zeit und noch am Strand zu vergnügen. Es waren ganz schön hohe Wellen. Ich hatte einen riesen Spass im Meer zu schwimmen. War ein schönes Training. Die anderen haben eine riesige Sandburg gebaut und waren dabe euphorisch wie kleine Kinder am werkeln. Die Jungs kümmerten sich um die grobe Mauerkonstruktion und den Burggraben und die Mädchen fingen nach einer Weile an verzierungen, Balkone und Tore zu gestallten. Am Ende waren alle stolz auf ihr Werk ;-)

Zum Abendessen gab es chinesische Nudeln mit Gemüse. Zwei von uns hatten angefangen zu kochen und ließen sich bis zum Ende nicht helfen. Immer mal wieder fragten wir ob wir noch was helfen könnten, doch unser beiden Köche wollten ungestört bleiben. Find ich cool. Natürlich haben wir dann den Abwasch übernommen. Konstruktive Arbeitsteilung.

Fraser Island - dritter Tag

Kaum gefrühstückt und endlich wieder unterwegs, schon kam das nächste Abenteuer. Unser Reifen war geplatzt. Und das wirklich völlig ohne Grund. Wir waren über keinen Stein gefahren, nichts. Tja half alles nix, jetzt hieß es Wagenheber suchen und aufbocken. Nur wo ist das blöde Teil? Nach einigem Suchen waren wir dann doch sehr erleichtert, nachem wir den Wagenheber hinter einer Verkleidung im Jeep fanden. Nach einer weitern Stunde Sand buddeln um genügend Luft unter dem kaputten Reifen für den Wechsel zu schaffen konnten wir dann endlich weiter fahren.

Eli Creek

Der Rückweg führte uns dann nur noch am Strand entlang zurück zum Hook Point wo die Fähre uns dann wieder abholte. Ungefähr auf halben Weg machten wir noch einmal Halt am Eli Creek, einem Süßwasser Fluß, der hier ins Meer mündet. Man kann einen Boardwalk stromaufwärts gehen, ins Wasser springen und sich dann gemütlich im glasklaren kühlen Wasser wieder vor an den Strand treiben lassen. Leider war die Stelle eine große Touristenattraktion. Mit großen Geländebussen kamen die Leute Scharenweise hier an. Sogar Flugzeuge landeten am Strand. Trotzdem wars wirklch schön und wir entspannten uns lange am Strand. Es war dermaßen brütend heiß, dass ich alle fünf Minuten im Wasser war. Hab mir trotz eincremen nen Sonnenbrand geholt, doch ist zum Glück nicht allzuschlimm.

Auf dem Rückweg zur Fähre hätte uns beinahe noch die Flut eingeholt. Wir durften jeden Tag ja eigentlich nur Vormittags am Strand fahren. Denn wenn die Flut kommt wird der Strand einfach zu schmal und die Gefahr stecken zu bleiben wird einfach zu groß. Am besten fährts sichs ohnehin bei Ebbe auf dem Nassen Streifen zwischen Sand und Meer. Also genau oberhalb der Brandung. Doch eben genau dieser Streifen verschwindet bei Flut. Wir haben es gerade noch bis zur Fähre geschafft. Wieder zurück am Festland haben wir erfahren, dass ein anderes Fahrzeug kurz hinter uns stecken geblieben war. An der Tankstelle hier im Ort hängt eine ganze Sammlung von Bilder von Trucks, die nicht nur steckengeblieben sind, sondern dananch dann sogar von der Flut davongespühlt wurden. Kann man sich ja vorstellen, dass die Leute von unserem Auto verleih gar nicht froh waren, als die nachricht mit dem steckengebliebenen Jeep kam. Sie sind alle sofort rüber auf die Insel losgedüst um zu versuchen den wieder flott zu kriegen.

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australien/fraserisland.txt · Zuletzt geändert: 19.10.2008 17:41 (Externe Bearbeitung)
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