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DoogiesWiki [australien:wakeboarding]

Town of 1770 - einsam und ruhig oder todlangweilig

Freitag, der 14. Oktober 2003

Autofahren ist inzwischen längst zur Routine geworden. Wir wechseln uns ganz gut ab mit dem fahren und kommen immer gut voran. Endlich haben wir auch mal ein paar neue Kassetten kaufen können und müssen so nicht zum hunderdsten mal die Dream Dance 27 hören :-) Ab und zu mal Boney M. zur Abwechslung tut schon ganz gut. Auch komme ich immer besser damit zurech absolut spontan zu planen. So wusste ich heute wenigstens dass ich auf der Fahrt schön E-Mail beantworten kann, weil ich ja heute abend voraussichtlich wieder Gelegenheit haben werde meinen Laptop zu laden.

Schon die Strecke nach Town of 1770 war abenteuerlich. Es fing eigentlich an wie immer: Am Highway One, der hier die gesamte Ostküste entlang führt, kam wieder ein Schild: "Next Exit - Tourist Drive" Diese Schilder gibts immer wieder. Der Tourist Drive ist ein Bogen, ein Umweg der dann später weiter südlich wieder auf den Highway zurückführt. Immer wieder hat man so die Gelegenheit mal vom langweiligen Highway runterzukommen und durch schöne Landschaften und kleine Städtchen zu fahren. Man wird geradezu aufgefordert den Umweg zu fahren "Revive. Survie" ist der Slogan der einem hier tausendfach eingeprägt wird. Stundenlang geradeaus zu fahren ist ja wirklch sehr ermüdend. Da ist die Abwechslung des "Tourist Drives" auch wenns ein Umweg ist immer mal willkommen.

Viele Städte machen am Ortseingang gar Werbung für sich. "Bleiben sie hier. Wohnen im Paradis." Und natürlich gibt es an jeder Ecke eine Real Estate Agent wo man sich locker günstige Villen am Strand kaufen oder mieten könnte. Jeden Tag im Meeresrauschen mit Blick auf den Ozean aufwachen - wär schon toll. Aber man lebt halt am A.d.W. und ohne Internetzugang würd ichs hier glaube ich keine zwei Wochen aushalten. Muss jeder für sich selber wissen. Ich bin eher so ein Großstadtmensch. Also ich möchte nicht direkt in einer Großestadt leben. Aber exakt genau so wie ich es habe mit Dachau/München ist es ideal. Im Einzugsgebiet der öffentlichen Verkehrsmittel einer Millionenstadt zu wohnen. Das find ich am besten. Wir hatten da eine lange Diskussion darüber auf der Fahrt.

Hier auf dem Weg nach Town of 1770 war es sogar noch "schlimmer und langweiliger" bzw. "einsamer und ruhiger" (je nach Standpunkt). Nach ein paar Kilometern vom Highway weg, hörte die geteerte Straße auf und es ging nur noch über Schotterwege weiter. Zum Glück nicht lang. Ich hatte mir schon große Sorgen um unsere Reifen gemacht. Kurz vor Agnes Water kam dann endlich wieder Teer. Wie immer sind wir erst mal in die TouristInformation gefahren. Doch diesmal war lustig. Normalerweise bekommt man halt immer viel Infomation was machen machen kann, so in der Art: "Ja 1-2 Stunden nördlich gibts die Sehenswürdigkeit, 3 Stunden südlich ist die nächste größere Stadt, …" Halt eben Austarlische Dimensionen. Doch diesmal wars ganz anders: "Der Strand ist 200m da lang, eine Jugendherrberge ist gleich nebenan, die zweite 100m da drüben und mehr gibst hier nicht :-)" Und dem war auch tatsächlich so.

Cool Bananas

Hat sich wieder sehr gelohnt, sich erst mal alle Hostels anzusehen. Denn das erste war wirklch totlangweilig. Das zweite, das "Cool Bananas" hat uns glatt umgehauen. Erst 18 Monate alt, war alles noch total neu, eine wunderschöne Küche, Kaffee und Milch for free! einen supergemütlichen Fernsehraum. Nur ein Pool hat noch gefehlt, dann wäre es das schönste Hostel für mich hier in Australien gewesen. Doch so stehts ganz kanpp an zweiter Stelle nach dem TreeHouse. (… dachte ich zu dem Zeitpunkt noch.)

Doch abends ergab sich etwas unerwartetes: Da man ja hier in Agnes Water (das eigetnliche Town of 1770 ist nur 5 km weiter) wirklich nix machen kann, ergab es sich, dass sich abends *alle* Backpacker draußen vor der Küche im freien trafen. Wir hatten tolle Abende am Lagerfeuer bei ein paar kühlen Bier zusammen mit supernetten Leuten. Natürlich wieder viele Deutsche dabei. Viele erzählten, dass sie auch hier ankamen, sich erst dachten 'Oh Gott, das ja todlangweilig hier!' Jetzt sind sie schon vier Wochen hier und kommen nicht weg, weil es einfach so schön ist. Das ist es was ein gutes Backpacker ausmacht: Viele neue Leute kennenlernen.

Adventure Tour: Wake Boarding

Natürlich gibt es schon auch ein paar Tourist Attractions hier. Am nächsten Tag sind Rich und Heike auf Lady Musgrave Islang gesegelt. Muss wirklch eine superschöne kleine, unbewohnte Insel gleich hier vor der Küste sein. Wunderschöne Strände und runderhum ein tolles Riff - perfekt zum Schnorcheln. Doch ich bin an der Rezeption auf ein anderes Angebot gestoßen: "Adventure Tour für nur 29 A$". Und wer mich kennt, weiß ja, wenn ich "Adventure" lese bin ich nicht mehr zu bremsen. Wie sich herausstellte waren "Adventure Tour" einfach nur zwei nette Locals, die eignetlich selber noch gar nicht wussten, was sie so mit uns vor hatten. Noch am Vorabend hab ich sie reden gehört, wie sie planten was sie eigentlich unternehme wollten. War echt lustig. Hier in Agenes Water ist echt alles noch am entstehen, unberührt und alles noch frisch. "Wenn sie hier jemals eine Ampel aufstellen, ziehe ich sofort weg." war der teffende Kommentar eines Einheimischen. Doch dazu wird es wohl leider bald kommen. Direkt vorne am Strand entsteht gerade ein Neubaugebiet. Die ersten wirklch wunderschönen Villen stehen schon. Auf der Bautafel am Eingang steht nur noch "sold out". Ist schon interessant die Entwicklung zu sehen. AirlieBeach ist längst zur Touristen Attraktion geworden und dient eigentlich nur noch als Gateway zu den Whitsundays. Die Stadt an sich hat eigentlich nichts zu bieten auser eben dutzende von Reisebüros um einen Segeltrip zu buchen. Doch hier in Agens Water ist das alles noch nicht so weit. Hier gibt es noch nichts touristisches. Sozusagen noch ein richtiger Geheimtipp.


[Ich muss mich echt mal bei meinen Lesern für meinen Schreibstil entschuldigen. Eigentlich wollte ich ja was übers Wake Boarding schreiben, bin aber längst zur Geschichte von Agnes Water abgeschweift. Ich hoffe es ist trotzdem noch interessant. Also zurück zur Story …]


Adventure Tour - der Vormittag

Nachdem wir erst mal gemütlich ausgeschlafen hatten, begannen wir den Tag wir mit einer abenteuerlichen Fahrt mitten durch den Wald in einem 4W Drive. Also ich wäre mit dem Anhänger nicht so schnell gefahren wie unser Guide. Aber letztendlich sind wir doch noch angekommen, haben die Kanus vom Anhänger geladen und sind durch wunderschöne Mangroven gepaddelt. Wir hatten zwei Engländerinnen dabei, die etwas Probleme mit ihrer Navigation hatten. Ständig sind sie mitten in die Büsche gedriftet. Wir haben uns todgelacht. Wobei ich muss zugeben, das könnte auch daran liegen, dass wir auf dem Weg hierher noch mal im Bottle Shop halt gemacht hatten und alle gut versorgt waren. Ich hatte vormittags schon den ersten Bundy (Bundaberg Rum & Cola - mein neues erklärtes Lieblingsgetränk.) Hier in Agnes (=hier im Nirgendwo) sind halt echt einfach nur Aussteiger. Wir hatten die Leute ja gestern Abend schon kennengelernt und so ging die Party einfach übergangslos weiter. Nach einen Labyrinth von engen Gassen in den Mangroven sind wir auf auf einen größeren Fluss richtung Ozean gekommen. Nach einer anstrengenden Paddel Strecke gegen den Wind waren wir sehr froh um eine Rast auf einer Sandbank.


[Sorry, schon wieder kurzer Zwischeneinwurf:] Manchmal erschrecke ich schon vor mir selber: Ich weis noch ganz genau. Früher, wenn ich mit meinen Eltern im Urlaub ans Meer gefahren sind, da klebten Rainer und ich immer mit der Nase am Fenster und jeder fieberte darauf, wer zuerst das Meer sieht. Und wenn es dann meistens an einer Bergkuppe endlich mal so weit war, sind wir beinahe ausgeflippt vor Freude.

Und jetzt? Ich erwähnt es schon fast gar nicht mehr, wie schön die Strände und die Natur hier sind. Neulich hab ich ne passende Postkarte hierzu gesehen: "Just another fucking boring day in paradise" Es wird echt zur Gewohnheit im Paradis zu sein.


Jetzt gerade in diesem Momenet

Ich stehe mitten in einem breiten Fluss auf einer Sandbank. Das 29 Grad warme Wasser ist gerade mal knöchelhoch und vergräbt meine Füße im feinen Sand. In der linken Hand habe ich mein Kanupaddel und in der Rechten meinen Bundy. Am gegenüberliegenden Ufer sehe ich den kleinen Hafen von Agnes Water, dahinter grüne Hügel. Flussabwärts kämpfen die beidne Engländerinnen immer noch gegen den Wind und wir feuern sie euphorisch an, prosten uns zu und haben eine tolle Zeit.

Wie könnte es schöner sein im Paradis?

BBQ

Es kann: Am Ufer gleich neben dem Hafen wird nämlich gerade unser BBQ vorbereitet. Nachdem wir endlich wieder alle beisammen waren wars nur noch ein kleines Stückchen zu paddeln. Wir natürlich völlig erschöpft erst mal im Schatten ausgeruht. Doch nachdem uns der Duft von lecker brutzelnden Würstchen um die Nase wehte standen schon alle wieder in einer Schlange zum Grill. Coole Idee übrigends für ein BBQ: Würschen schräg in einen Toast legen (natürlich original australisch, d.h. ungetostet - ich glaub ich gewöhn mich langsam an dieses labrige Zeug) Dazu noch etwas Salat mit Mayonese und viel Ketchup und einfach zusammenklappen. Schmeckt echt lecker.

Und es kann noch schöner werden: Da wir dann doch noch genügned Interessenten zusammenbekommen hatten, holte einer der Guides noch sein Motorboot. Natürlich hat hier jeder so was. Aber er hatte das beste Boot in der Stadt um das ihn alle anderen beneiden. Eine 300 PS Rennmaschiene, Sport Motorboot, innen alles mit Teppich ausgekleidet. Alle Ecken mit weichem Polster überzogen und am Heck eine gemütlich Sitzbank auf der sich die Nixe im Bikini räkelte … äh ich mein natürlich … öhm …. ja ihr wisst schon wie ichs mein. Nach zwei drei Bier sieht man so einiges was gar nicht da ist.

Doch mich interessierte an dem Boot nur eins. Unser Guide hatte ein supercooles Wake Board. Absolut nigelnagelneu. Wake Boarding ist wie Wasserskifahren, nur dass man sich ein Snowboard unter die Füße schnallt und dann natürlich auch seitlich übers Wasser gleitet, was natürlich viiiieeel cooler ist. :-) Es gibt zwei Arten von Wake Boards, eines mit nur Riemen auf denen man absolut keinen halt halt und die besch*** sind und so eines wie wir hatten mit einer richtigen Bindung, so dass man super Kontrolle und ein viel besseres 'Feeling' hat.

Wasserstart

Wir waren sechs Leute auf dem Boot und haben Reihum probiert. So megacool das Wakeboarding auch ist, doch leider muss man halt erst mal den Wasserstart hinkriegen. Man liegt mit einer Schwimmweste im Wasser, das Board quer vor sich richtung boot. Der Skipper fährt ganz langsam vorwärts bis die Leine gespannt ist und dann gibt er auf Kommando vollgas. Brrruuum. Und dann schnalzt meistens die Leine richtung Boot und man sieht hinter sich nur noch einen große Wasserspritzwolke und einen entnervt kreischenden möchtegern Wakeboarder :-) Ein Mädchen hat es tatsächlich geschafft. Sie hatte es vorher noch nie probiert. Doch sie kam hoch. Die zwei Holländer unter uns waren eigentlich super sportliche typen. Und sie erzählten dass sie beide auch sehr gut und viel Snowboarden im Winter. Doch half alles nicht. Einer schaffte es zwar einmal ganz knapp doch verlor dann doch wieder das Gleichgewicht.

Doch dann kam Mr. Sunnyboy da Megasurfer Wakeboarding Master Doogie. Ok, shame on me, der allererste Start ging auch daneben. Ich gebs ja zu :-) Doch dann gings los. Ich hatte Wakeboarding ja schon mal am See in Friedberg ausprobiert. Doch hier am Meer ists natürlich was ganz anderes, denn hinter dem Boot hat man ja eine Bugwelle. Grriiiiinnns!!! Ich also - das Trapez lässig in einer Hand - dem Skipper signalisiert er soll man etwas speed geben. (Daumen hoch), seitlich ausgescheert und voll die Kurve geschnitten zurück auf die Welle zu. Abgedrückt, mega cool gesprungen, bei der Landung mit der Boardspitze zuerst ins Wasser gekommen und zawummm einen gar nicht megacoolen Bauchplatscher gemacht. Yak!

Aber natürlich hab ichs gleich noch mal probiert. Es hat dann auch wirklich noch funktioniert. Ich bin echt aus dem Wasser rausgekommen und sicher wieder gelandet. Ich wollte gar nicht mehr aufhören. Besonders weil gerade die Sonne unterging. Stell dir das vor: Im Paradis, und du megacool am Wakeboarding im Sonnenuntergang. Is' scho' geil!

Abschluss

Ich hab mich wirklich tausendmal bei unseren Guides für diesen tollen Tag bedankt. Ich hoffe sehr, dass sie auch weiterhin erfolg mit ihren "Adventure Tours" haben aber doch so klein bleiben, das die Gegend nicht touristsich wird.

Eigentlich erst als ich wieder an Land war wurde mir bewusst, wie sehr ich mich verausgabt hatte. Da man ja beim Wakeboarding schon immer irgendwie etwas verdreht dasteht wird natürlich besonders die Rumpfmuskulator beansprucht. Dazu noch die Oberarme vom ständigen ziehen (vom Padeln davor ganz zu schweigen) Auf jeden Fall tat mir einfach alles weh. Ich hätte keine Stecknadel mehr vom Boden aufheben können. So war ich auf der Party heute abend wieder im Backpacker nicht ganz so fit und hab mir lieber einen ruhigen Film angesehen und bin dann früh ins Bett. Aber wie ich so nebenbei hörte und auch am nächsten Tag erfuhr, war wieder supergute Stimmung.

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australien/wakeboarding.txt · Zuletzt geändert: 19.10.2008 17:41 (Externe Bearbeitung)
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